Hufbearbeitung

Hallo, heute erzähle ich mal die Geschichte von Willows Problemen bei der Hufbearbeitung.

Vorab:

Willow kam zu mir am 29.06.2016. Da wurde sie gerade 3 Jahre alt. Sie war leider komplett roh und lies sich noch nicht mal halftern.

An Hufe geben war natürlich gar nicht zu denken…beim Üben stand sie da wie ein Stein. Sie war zu diesem Zeitpunkt 1,44 m groß und kannte es nicht die Hufe zu geben. Das war mehr als bescheiden…aber half ja nichts. Sie musste es lernen. Bei der ersten Bearbeitung musste sie leicht sediert werden weil die Hufen dringend gemacht werden mussten. Danach dauerte es EWIG bis es mal besser wurde. Sie stand immer wieder wie ein Stein da. Nach einer Ewigkeit hebte sie den Huf aber kickte dabei ständig aus. Das wurde mal besser dann wieder schlechter. Es war wirklich so ein Schritt vor dann zwei zurück usw.

Alles andere lernte sie wirklich schnell. Unbekanntes hat sie in relativ kurzer Zeit kapiert. Sie ist mittlerweile wirklich gut vom Boden aus gearbeitet und kann dieses Jahr in den Beritt gehen. Aber die Hufen waren und sind noch immer ein riesen Problem.

Seit fast 2 Jahren sind wir bei der gleichen Hufpflegerin. Mit den Hufen bin ich bisher auch zufrieden gewesen. Allerdings harmonieren die beiden überhaupt nicht miteinander. Gefühlt ist mein Pferd von der Hufpflegerin genervt und die Hufpflegerin von meinem Pferd und das lässt sie ihr auch spüren. Sie haut ihr immer wieder den Ellenbogen rein usw. Dass das alles nervig ist würde ich niemals abstreiten. Aber das löst das problem doch nicht. Wie man ja sieht…

Zudem habe ich sie x-mal gefragt was ich ihrer Meinung nach tun soll, da ich ja mittlerweile im Alltag absolut keine Probleme mehr habe. Da bekam ich entweder keine Antwort oder „na sie kann halt nix…oder wird sie schon geritten?“

Also tut mir leid, aber wenn man die Ansicht hat, das ein Pferd nur dann was kann, wenn man es reiten kann, dann tut es mir echt leid. Einige von euch wissen, dass ich die Bodenarbeit liebe und man kann den Pferden sooo vieles dabei lernen. Für mich einfach faszinierend!!! Aber das ein anderes Thema.^^

Wie gesagt mein Pferd ist vom Boden gut gearbeitet. Ich habe mit ihr so lange daran gearbeitet, bis ich im Alltag die Hufen problemlos putzen ect. konnte.

Beim nächsten Huftermin hatte ich seit langem endlich mal wieder ein gutes Gefühl. Und was war? Der gleiche Mist. Ich habs nicht verstanden aber gut. Bis zum nächsten Termin weiter geübt, dass sie sogar auf das Stimmkommando „gib“ die Hufe angehoben hat. Was für mich natürlich der absolute Wahnsinn war nach dem ganzen Theater. Ich hab die Hufe dann auf ein Podest gestellt oder auf meinen Alukoffer, mit einem Strick die Hufen angehoben usw. Ich habe alle Trainingsmethoden abgearbeitet. Hat alles dann gut funktioniert. Dann stand wieder der Hufpflegetermin an und ihr dürft raten…ja es war wieder das gleiche…sie zog alle zwei Sekunden den Huf weg und veranstaltete einen Tanz.

Bevor ihr euch denkt, sie hat andere Probleme. Nein.

Sie geht auf Steinen ect überhaupt nicht fühlig. Die Hufen sind in einem sehr guten Zustand. Brechen nicht aus, keine Strahlfäule ect. Osteopathin war da: keine Probleme. Sie kann sich ohne Probleme ausbalancieren. usw. Es gibt absolut keine gesundheitlichen Probleme.

Das Spiel geht jetzt dann 2 Jahre. Ich will, dass sie sehr gut ausgebildet ist und dazu gehört eben auch, dass sie die Hufen sich ohne Probleme machen lässt.

Ich habe mich beraten lassen, Infos eingeholt und Erfahrungen ausgetauscht. Nichts neues dabei bis auf eins: vllt hat dein Pferd ein Problem mit der Hufpflegerin. Ich habe dann beim nächsten Termin das Verhalten genau beobachtet und schon bemerkt, dass sich beide nicht ab können. Ich weiß aber auch, dass mein Pferd sehr stur ist und wenn sie genervt ist gerne „rumzickt“.

Trotzdem habe ich mich nach den fast 2 Jahren entschieden die Hufpflegerin zu wechseln. Die „Neue“ ist zudem Trainerin für Jungpferde unf Problempferde. Sie kennt sich also sehr gut mit dem Verhalten von Pferden aus und nicht nur mit den Hufen.

Diese kam am Mittwoch, 14.03.2018. Und wollte unsere Vorgeschichte wissen. Dann gings auch schon los und sie ging komplett anders mit derWillow um. Ich weiß nicht genau, wie ich es beschreiben soll. Kompentent?Neutral. Was mir auf jeden fall sehr gut gefallen hat. Sie hat mir auch direkt gesagt, was ich dabei tun soll. Und das hätte ich vorher schon getan aber wie schon gesagt ich bekam von der vorherigen Hufpflegerin nie eine Antwort. Wenn dann nur einen dummen Kommentar.

Auf jeden Fall ging es los und natürlich dauerte es nicht lange bis Willow ihre Hufe wegzog und zum „Tanzen“ anfing. Aber dann kam etwas womit sie nicht gerechnet hat: die Hufpflegerin gab den Huf nicht her. Und bisher zog sie weg und hatte kurze Zeit ihre Ruhe. Allerdings klappte das diesmal nicht und sie hat ein paar mal rumgezogen aber hat es nicht geschafft. Bis sie dann richtig grantig umd genervt davon war, dass sie versuchte leicht zu steigen. Bzw leicht steigen und nach vorne weg springen. Joa leider stand ich bei der Brust um das Bein mit zu halten und flog dadurch erstmal 2-3 Meter. Die Hufpflegerin hang weiter am Huf/Bein und gab diesen nicht her. Ich kam dann direkt wieder dazu.

Sie hat dann aber recht schnell bemerkt, dass sie damit bei ihr nicht weiter kommt und hat damit aufgehört. Bei der nächsten Hufe hat sie dieses Verhalten gar nicht mehr gezeigt – gott sie dank.

Sie hat natürlich immer wieder mal versucht weg zu ziehen aber das hat sie nicht geschafft. Bei den hinteren Hufen hat sie vllt 2-3 mal angedeutet zu ziehen aber bei dem Stimmlaut „NEIN“ sofort aufgehört. Sie hat also gemerkt, dass sie damit nicht durchkommt und hat aufgehört. So weit waren wir noch nie. Dabei ist es eigentlich „einfach“. Den Huf auf keinen fall hergeben/los lassen. Und irgendwann wird es den Pferd zu „blöd“ und hören auf, weil sie merken sie kommen damit nicht weiter sondern erst dann, wenn sie Ruhe geben. (Wäre eigentlich einfach, wenn das Pferd nicht gerade 600 kg wiegt xD)

Ich hab dann auch gefragt ob ich bis zum nächsten Termin was üben soll aber sie meinte nein, weil sie das Verhalten eben nur bei der Hufbearbeitung zeigt. Sie meinte sie löst das Problem die nächste male. Was laut ihrer Aussage nicht mehr lange dauern wird.

Und wie gesagt sie war am Mittwoch das erste Mal da und schon gab es eine deutliche Besserung. Der Anfang war so schlimm wie noch nie aber das war innerhalb von Minuten vorbei und es wurde von Huf zu Huf besser. Am Ende war es so gut wie noch nie. Ich war begeistert. Und ich habe endlich das Gefühl, dass wir das Problem in den Griff bekommen. 🙂

Die ganze Zeit dachte ich was kann ich noch tun, was mach ich falsch usw. Daweil konnte ich das Problem so nicht lösen. Nur bei der Hufbearbeitung selber und das hätte die vorherige Hufpflegerin schon machen müssen. Sie hätte mich einbeziehen sollen aber sie wusste selber nicht was man tun kann.

Also solltet ihr ein ähnliches Problem haben, dann sucht euch einen Hufpfleger der mit euch daran arbeitet. Ich hab mich etwas geärgert, dass ich mit dem Wechsel so lange gewartet habe. Klar ich dachte wenn ich übe und trainiere dann legt es sich irgendwann. Allerdings ist im Alltag alles Super und wie die neue Hufpflegerin gesagt hat, kann man dieses Problem eben nur dann beheben, wenn sie an den Hufen arbeitet. Mein Pferd hat einfach ein Problem damit gehabt, die Hufe so lange zu halten und dann schneidet da auch noch jemand rum. Mit dem Verhalten kam sie auch über lange Zeit bei der alten Hufpflegerin durch, weil diese nicht dagegem gehalten hat. Ich gebe nicht nur ihr die Schuld. Klar hätte ich da längst sagen müssen „hey wir müssen da was ändern“ oder hätte früher wechseln müssen aber man hat halt immer die Hoffnug beim nächsten Mal wirds bestimmt besser sein.

Ich bereu es keine Sekunde. Die Hufe sehen sehr gut aus, sie tritt gut auf und geht über jeden Boden schön drüber. Und wir haben zwei Schritte vor statt zurück gemacht. Manchmal sind Veränderungen auch gut. 🙂

Zum Thema „Bodenarbeit Hufe“ kann ich gerne extra was schreiben, wenn ihr wollt. Also wenn ihr Tipps wollt eurem Pferd das Hufe geben bei zu bringen usw. dann schreibt mir einfach 🙂

Gerne auch bei Instrsgram: willow_the_zenz

Eure Manu 💚

Die Bodenarbeit 

Heute starten wir die Reihe mit der Bodenarbeit. Die Bodenarbeit muss man bei der Jungpferdeausbildung sowieso machen. Allerdings ist es oft so, dass wenn das Pferd im Beritt war bzw. schon ausgebildet ist, diese kaum noch gemacht wird. Ich will euch die Bodenarbeit etwas näher bringen. 

Die Bodenarbeit sollte man unbedingt mit Jungpferden machen, wenn ihr das Pferd neu habt um euch kennen zu lernen, um dem Pferd Abwechslung zu bieten usw. – dadurch schont ihr auch den Rücken eures Pferdes und könnt mit bestimmten Training die Rückenmuskulatur stärken. Es gibt viele Gründe für die Bodenarbeit. 

Allgemein!

  • Vertrauen aufbauen

Vertrauen zwischen Pferd und Mensch ist mit das Wichtigste. Ihr solltet euch gegenseitig vertrauen können. So wird die restliche Arbeit zwischen euch um einiges erleichtert.

Aber wie verschafft man sich vertrauen?

Eigentlich ist die Antwort sehr einfach. In erster Linie: 

seid fair, geduldig und konsequent

zu eurem Pferd. Die Umsetzung ist allerdings nicht immer so einfach – wie man leider sehr oft sieht.

Fair sein und Geduld: macht euer Pferd in euren Augen einen Fehler, dann bleibt ruhig und werdet nicht laut. Das Pferd versteht oft nicht was ihr wollt oder wieso soll es z. B. jetzt still stehen. Versetzt euch öfters in die Lage eures Pferdes. Wenn es etwas „falsch“ macht bleibt ruhig und überdenkt, ob es für das Pferd auch verständlich war. Wenn das Pferd sich am Putzplatz mal zur Seite stellt, dann lasst es. Ihr steht doch auch nicht 30 Min. gleich und still auf einem Fleck. Und wenn dann könnt ihr es leicht korrigieren und sagen du darfst dich etwas hin u her bewegen aber nicht ganz seitlich stellen ect. Nemmt nicht alles so streng – es sind Lebewesen die bewegen sich nun mal. Lernt es dem Pferd durch ruhige Wiederholungen, dass es stehen bleiben soll und es wird schnell verstehen was ihr von ihm wollt.

Korrigiert das Pferd wenn es sein muss aber ruhig. 

Beispiel:

Am Putzplatz steht das Pferd weit hinten und zieht am Strick ect. Häufig hört man dann „hör auf jetzt…bleib stehen…geh schon nach vorne…“ und dan wird am Pferd gedrückt und vielleicht noch auf die Hinterhand/Kruppe gehauen.

Bindet das Pferd bzw nehmt den Strick, übt Druck auf die Schulter/Vorhand aus indem ihr das Seil in dem Bereich in der Luft schwingt und das Pferd geht nach vorne. FERTIG. Ohne ziehen ohne schimpfen ect. Eigentlich so einfach. Und das in so vielen Bereichen! Ich wollte mit dem Bespiel nur zeigen, wie einfach es oft für beide sein kann. Natürlich geht das nicht immer – aber oft!

Und genau das verschafft euch vertrauen, weil das Pferd merkt du bist ruhig und fair, du erklärst es so, dass es versteht was du willst. Versteht ein Pferd, was du willst, kann es dir auch eher Vertrauen.

  • Konsequent

Seit im Umgang mit dem Pferd IMMER konsequent. Darf es etwas nicht, dann darf es das NIE!

Beispiel:

Pferd aus der Hand füttern. Ihr wollt, dass das Pferd das nicht macht und auch nicht bettelt.

Normaler Tag, normale Stimmung das Pferd bekommt nichts aus der Hand.

Nächster Tag sehr gut gelaunt, das Pferd ist heute super süß und vielleicht ist noch jemand dabei. So das Pferd bekommt heute mal ne Möhre!

Nächster Tag, normaler Tag. Das Pferd bettelt leicht weil vielleicht bekommt es ja wieder ne Möhre. Aber nein – heute nicht.

Nächster Tag…wieder alles sooo süß und brav und ach eine Möhre geht schon noch.

Nächstee Tag das Pferd will ne Möhre und bettelt allerdings ist die Besitzerin nicht so gut gelaunt und „bestraft“ das Pferd fürs betteln (am Seil ziehen usw).

Das Pferd versteht das Verhalten absolut nicht. Einmal ne Möhre einmal Bestrafung. Das verunsichert ein Pferd und es kann dich nur schwer einschätzen. Streicheln – bestrafen, einmal ja einmal nein.

Wenn das Pferd etwas nicht darf dann bleibt dabei!

Mit der Bodenarbeit erzieht ihr euer Pferd. Manche Pferde sind brav im Umgang und andere wiederrum frech. Natürlich hat jedes Pferd seinen eigenen Charakter und das ist auch gut so. Aber Charakter und respektlos sein sind zwei paar Stiefel. 

Versetzt euch so oft es geht in die Lage des Pferdes, klappt etwas nicht dann überdenkt was könnte es gewesen sein? Hatte das Pferd einen schlechten Tag oder du? War es verständlich oder hatte es keinen Bock? Viel Erfolg!

Eure Manu 💚

Ernährung des Pferdes

Die Ernährung des Pferdes spielt eine sehr wichtige Rolle. Die Falsche Ernährung führt häufig zu Erkrankungen.

Bei dem Beitrag geht es um ein gesundes Pferd. Wenn das Pferd sehr jung oder alt ist, krank o.ä. muss die Ernährung natürlich angepasst werden. Bei einer Kolik z. B. sollte man am Besten nicht selber irgendwelche Sachen füttern oder sich Tipps aus dem Internet holen, wenn das Pferd nicht frisst. Besprecht das IMMER mit dem Tierarzt zusammen!

Bei der Ernährung geht es nicht nur um das was ein Pferd frisst sondern auch darum euer Pferd zu kennen und zu beobachten.

Beobachtet also auch regelmäßig den Zahnstatus von eurem Pferd. Ich persönlich finde es auch gut zu wissen wie das Essverhalten bei dem eigenen Pferd ist. Also isst es z. B. sehr schnell usw. Umso besser ihr euer Pferd kennt umso schneller erkennt ihr wenn etwas nicht stimmt.

Kommen wir zur Ernährung. In dem Beitrag Hafer habe ich euch schon einen kleinen Teil erzählt und diejenigen wissen auch, dass ich für Hafer bin. Es kommt dabei immer auf die Menge und die Leistung an.

Hauptsächlich benötigt das Pferd ganz einfach das Heu. Wieviel Heu das Pferd bekommen soll ist häufig ein Streitthema. Manche sagen 24 Stunden sollte das Heu dem Pferd immer zur Verfügung stehen andere sind dagegen.

Eine Pause von 2 Stunden darf meiner Meinung nach schon sein. Außerdem sollte zur Weidezeit den Pferden trotzdem Heu zur Verfügung stehen. Die Pferde sind von der Verdauung eher auf Raufutter ausgelegt.

Sind die Pausen zu lang wird das Pferd dadurch gestresst und wenn es dann wieder Heu fressen kann frisst es oft zu schnell. Außerdem ist die Magensäure von einem Pferd ca. 3x so ätzend wie bei einem Menschen. Daher brauchen Pferde regelmäßig etwas zu fressen.

Das Heu sollte immer 1. Schnitt sein. 2. Schnitt ist genau genommen kein Heu mehr. Achtet beim Heu auf den Geruch das spricht auch dür die Qualität.

Das Heu ist das Grund-/Hauptfutter eines Pferdes.

Sollte euer Pferd Mineralfutter benötigen dann besprecht ihr das am Besten mit eurem Tierarzt (Blutbild). Weniger ist auch da oft mehr. Übertreibt es nicht. Sollten ein paar Werte zu niedrig sein, dann baut es langsam auf und schüttet nicht wahllos Mineralfutter in das Pferd.

Bei meiner Stute war es so, dass sie bei fast allem einen Mangel hatte. Ich habe ihr dann regelmäßig aber in kleinen Mengen das Naturmineral von Agrobs gefüttert. Beim Minalerfutter kann man sich auch streiten. Ich hatte am Anfang ein anderes Mineralfutter. Allerdings hat das meine Stute absolut nicht gefressen – nicht einmal wenn ich es unter einem anderem Futter gemischt habe. Das Mineralfutter von Agrobs frisst sie pur. Und nur so kann es auch was bewirken. Ich füttere das Mineralfutter so ca. 4x/Woche in kleinen Mengen.

Sollte euer Pferd nur z. B. Zinkmangel haben, dann kann man auch nur Zink z. B. als Kur füttern.

Hat euer Pferd also Heu, Mineralfutter wenn nötig und etwas Hafer würde das an sich eigentlich dem Pferd durchaus reichen.

Ich persönlich füttere meinem Pferd nach dem Training aber sehr gerne ein Müsli als Belohnung. Vor allem wenn das Müsli gute Inhaltsstoffe hat. Ich füttere sehr gerne das Müsli von Agrobs. Das AlpenGrün Müsli ohne Getreide. Dazu gebe ich dann auch mein Mineralfutter. Das Müsli bekommt sie 4-5x/Woche. Aber zur Info: kein Muss bei der Pferdefütterung. Solltet ihr auch was füttern wollen achtet vielleicht drauf, dass es in kleinen Mengen gegeben wird. Und das es ohne Zucker und Getreide ist.

Was aber meiner Meinung nach regelmäßig gefüttert werden sollte/kann ist Mash. Mash wird gefüttert bei Verstopfungskoliken und prophylaktisch gegen eine Kolik. Es wirkt sich positiv auf die Verdauung des Pferdes aus. Ich persönlich bin davon absolut überzeugt. Deswegen füttere ich 2-3x in der Woche getreidefreies Mash von Agrobs: AlpenGrün Mash. Dieses Mash ist wie schon erwähnt getreidefrei was mir, persönlich wieder wichtig war.

Als kleinen Zusatz füttere ich immer eines dieser Kräuter dazu.

  1. Kräuter für die Atemwege
  2. Kräuter für den Stoffwechsel
  3. Kräuter für die Bewegung
  4. Kräuter für die Leber (z.B. nach der Wurmkur)
  5. Kräuter für die Nieren (z.B. nach Medikamentengabe o. ä.)
  6. Kräuter für den Magen (bei „nervösem“ Magen)
  7. Hagebutten (stärkt das Immunsystem)

Zudem bekommt mein Pferd Hagebutten und Schwarzkümmelsamen.

Zusammengefasst:

  1. Heu
  2. Wasser (immer!)
  3. Mineralfutter (nach Bedarf)
  4. Kleine Mengen Hafer
  5. Mash (ohne Getreide)

Als Zusatz (also kein muss):

  1. Getreidefreies Müsli nach dem Training
  2. Verschiedene Kräuter
  3. Elektrolyte wenn das Pferd stark geschwitzt hat
  4. Hagebutten für das Immunsystm
  5. Schwarzkümmelsamen

Mehr füttere ich nicht. Das genug würde ich sagen. Ich achte darauf, dass mein Pferd keinen Zucker/Meladdr bekommt, kein Getreide bis auf wenig Hafer.

Am Ende muss jeder selber entscheiden was er seinem Pferd füttert.

Und nicht vergessen: jedes Pferd sollte/muss individuell gefüttert werden. Also wie ich mein Pferd füttere muss nucht auf jedes zutreffen. Aber Wichtig finde ich unter meiner Zusammenfassung den ersten Teil.

Ich hoffe ich konnte euch mit diesem Beitrag ein wenig helfen.

Eure Manu 💚

P.S. Nicht von Agrobs unterstützt – ich bin nur mit den Produkten sehr zufrieden :).

Bodenarbeit – Vertrauen, Respekt, fair, konsequent

Ich bemerke immer wieder, dass einige die Bodenarbeit sehr vernachlässigen oder sogar komplett aus lassen. Sie wollen das Pferd schließlich reiten.

Nun ja, natürlich reitet man gerne sein Pferd. Aber was tun diese denn wenn das Pferd nicht mehr reitbar ist?! 

Die Basis ist immer die Bodenarbeit.

Ich werde euch dazu ein wenig von meiner Arbeit mit Willow berichten. Das werde ich aber in ein paar einzelne Blogbeiträge aufteilen.

Als ich Willow gekauft habe war sie nicht erzogen. Sie stand vorher auf einer großen Wiese – 24/7 – mit anderen Jungpferden/Stuten. Als sie dann zu mir kam wollte ich auf einmal das sie am Putzplatz brav stehen bleibt, Hufe gibt, sich schön führen lässt usw. Was ja eigentlich zum Fohlen ABC gehört. Willow war zu diesem Zeitpunkt übrigens 3 Jahre. Sie drückte einem am Putzplatz plötzlich und gezielt gegen die Wand…sie war nicht halfterführig…sie hat gebissen usw. Ich habe dann mit ihr trotzdem fast täglich in der Reithalle oder im Roundpen gearbeitet. Zwischendurch hatte ich ein paar Stunden bei Trainern genommen. Bei der Bodenarbeit wurde dann klar gestellt wer wen schickt. Nach und nach kamen die Erfolge, aber es war auch sehr viel und eine harte Arbeit. Sie lies sich dann brav führen, halftern, hat nicht mehr gebissen… Zudem lernt das Pferd dich kennen, ob sie dir Vertrauen kann und ihr baut eine Beziehung auf. Wenn man das alles nicht machen würde…herrscht meiner Meinung nach kein gute Beziehung zwischen Pferd und Reiter. Da habe ich auch kein kurzes Beispiel: Eine Person hat ständig Probleme mit ihrem Pferd beim Reiten. Ich habe sie dann mal gefragt wieso sie (das Pferd) beim Reiten so reagiert – da ein Pferd IMMER einen Grund für sein Verhalten hat. Dann kam immer die Aussage „das Pferd ist stur, zickig, Stuten eben, Problempferd“ usw. Ich habe ihr dann einfach mal geraten mehr Bodenarbeit zu machen, aber das will sie nicht. Das Pferd wurde gekauft und wird von der Familie geritten…von anfang an. Das Pferd steht in einer Box und wird dann oft in der Halle geritten. Fertig. Also da würde ich als Pferd auch durchdrehen! Dieses Pferd muss meiner Meinung nach erstmal Vertrauen aufbauen, Respekt lernen und sollte mehr Abwechslung haben. Von der Box in die Halle und zurück. Oder einfach mal einen schönen Waldspaziergang machen. HIER findest du meinem Beitrag zum Thema Pferdehaltung.

Wenn man sich direkt auf das Pferd hockt und das Pferd kein Vertrauen hat (was es haben sollte beim Reiten!) braucht man sich nicht wundern, wenn das Pferd buckelt. Wenn das Pferd dies tut, wird es noch bestraft, anstatt das die Person mal den Fehler bei sich sucht.

Die Bodenarbeit mit dem Pferd:

  • baut Vertrauen zwischen Pferd und Reiter auf
  • das Pferd lernt den Menschen zu respektieren und der Reiter (hoffentlich) das Pferd
  • das Pferd wird ausgebildet (weichen…)
  • man erkennt z. B. Blockaden 
  • baut Muskeln auf
  • das Pferd lernt vom Boden aus weich zu reagieren
  • es macht Spaß, gemeinsam zu lernen und die Fortschritte zu sehen
  • es kann lustig und spielerisch sein
  • abwechslungsreich!
  • die „Rangordnung“ wird festgelegt – wer schickt wen (Rangordnung ist eigentlich der falsche Ausdruck dafür da wir keine Pferde sind 😀 aber das Pferd wird geschickt und somit heißt es in der Pferdewelt „du bist der Boss“^^)
  • gymnastiziert
  • usw.

Also mir macht die Bodenarbeit sehr viel Spaß. Auch ein Spaziergang durch den Wald, da kann man auch sehr gut mal longieren. Außerdem kann das sichere Führen geübt werden. Zusätzlich kann man dem Pferd auch beibringen dabei nicht ständig zu grasen. Somit hat man in einem Spaziergang schon mehrere Einheiten! Aber das übersehen leider viele und gehen einfach schnell herum.

Es gibt soooo viele Punkte die FÜR die Bodenarbeit mit dem Pferd sprechen. Probiert es einfach aus…lernt neue Dinge oder behebt dabei Probleme. 

Die Freiarbeit mit dem Pferden finde ich sehr interessant. Daran arbeite ich im Moment. 

Es wird noch ein Beitrag folgen mit dem wichtigsten Zubehör für die Bodenarbeit. Außerdem werde ich immer wieder mal einen Beitrag posten wo ich euch die Entwicklung von meiner Stute zeige. Also schaut gerne wieder vorbei:

Eure Manu 💚

Bodenarbeit – Vertrauen, Respekt, fair, konsequent

EM – effektive Mikroorganismen fürs Pferd

Viele kennen die effektiven Mikroorganismen für Pflanzen als Düngemittel. Einige verwenden EM auch als Stallreiniger, da EM die Gerüche bindet.

Aber mittlerweile nehmen immer mehr die effektiven Mikroorgansimen auch als Zusatzfutter für die Pferde oder als Haut/Fellspray her.

Bevor ich drauf näher eingehe klären wir zuerst: Was sind, einfach gesagt, effektive Mikroorganismen?

  • Verschiedene Bakterien 
  • Ernähren sich von den „Abfallstoffen“ und wandeln diese Stoffe um
  • Verdrängen bösartige Keime auf Oberflächen oder im Organismus

Nun fragen sich vielleicht einige „Wieso sollte man Bakterien in sein Pferd kippen oder auf Wunden auftragen.“

Es gibt schädliche Bakterien und es gibt „gesunde“ Bakterien die der Körper braucht. Die Bakterien im EM beseitigen die unerwünschten Bakterien auf/im Pferd und wandeln diese Stoffe um. Diese umgewandelten Stoffe pflegen das Fell, die Haut. Uvm.

Wie kann man EM – effektive Mikroorganismen – beim Pferd anwenden?

Man kann es äußerlich anwenden: Fell, Haut, Hufe aber auch als Zusatzfutter also die sogenannte innere Anwendung.

Die äußerliche Anwedung ist für:

  1. Glänzendes Fell
  2. Bessere Wundheilung
  3. Lindert Juckreiz
  4. Gesundes Hautmilieu

Das EMH Derma Liquid Spray entzieht den schädigenden Keimen und Pilzen den Nährboden. Die effektiven Mikroorganismen wandeln diese um, diese Stoffe pflegen dann das Fell und die Haut.

Die innere Anwendung ist für:

  1. Optimale Futterverwertung
  2. Stabilisiert den Stoffwechsel
  3. Stärkt das Immunsystem
  4. Wohlbefinden
  5. Vitalität
  6. Haut – Stoffwechsel – Darm

Durch den Stress/Krankheiten kann die natürliche Darmflora gestört werden. Die Abbauprodukte können den Stoffwechsel des Pferdes negativ beeinflussen. Dadurch kann es zu z. B. zu Kotwasser kommen, uvm.

Der Zusatz von EMH Direkt unterstützt den Stoffwechselprozess, stabilisiert die Darmflora und stärkt das Immunsystem.

Dazu gibt es jedoch noch KEINE genauen Studien. Also wie das alles genau wirkt ect. kann man noch immer nicht genau sagen. Im Zusatzfutter sind auch nur inaktive Mikroorganismen erlaubt.

Meine Erfahrung mit EM:

Mir wurde EM vor fast einem Jahr selber empfohlen. Wer sich den Beitrag über meine Stute durchgelesen hat weiß, dass ich sie mit Mauke (HIER mein Beitrag zum Thema Mauke), Haarlingen, Milben (HIER mein Beitrag zum Thema Milben) übernommen habe. Durch den Juckreiz hat sie sich stellenweiße leicht aufgebissen

Ich habe verschiedene Mittel bzw. Salben probiert. Natürlich war auch der Tierarzt da. Aber es wollte nicht wirklich abheilen. Ich habe viele Tipps bekommen, aber nichts davon wirkte. Und dann bekam ich noch den Tipp: effektive Mikroorgansimen als Spray auftragen.

Also probierte ich das EMH Derma Liquid Spray von Eggersmann aus. Ich sprühte 1-2x tgl. das Spray auf die offenen Stellen und auf den ganzen Pferdekörper. Vorallem auf die Schweifrübe und den Mähnenkamm. Und nach nur wenigen Tagen haben sich die Wunden tatsächlich geschlossen. Ich war natürlich begeistert aber war mir auch nicht zu 100% sicher ob es nur daran lag. Da sie am Hinterbein eine kleine aber tiefe offene Wunde hatte, (vermutlich durch einen Stein?!) habe ich dafür auch das EMH Spray verwendet und nach 2 Tagen war die Wunde trocken und verheilte über die nächsten Tage sehr gut ab.

Zudem hatte sie Strahlfäule. Die Strahlfäule habe ich dann ebenfalls mit dem EMH Spray versorgt. Den Tupfer habe ich mit EMH getränkt. Dazu habe ich abwechselnd zum EMH Spray ein Strahlfäulemittel verwendet. Obwohl die Strahlfäule auf der hinteren linken Hufe recht tief war, heilte es mit der Methode – EMH plus Strahlfäulemittel im Wechsel – sehr gut ab.

Das EMH Spray benutze ich seitdem regelmäßig zur Fellpflege. Am Ende zeige euch Bilder von der Mähne!

Zur inneren Anwendung kann ich euch nur sagen: Mein Pferd ist sehr gesund. Sie hat kein Kotwasser oder sonstige Verdauungsstörungen, ihr Immunsystem ist top – kein Husten oder Auswurf (24/7 draußen im Aktivstall) und auch im Fellwechsel keinerlei Probleme. Dafür nehme ich das EMH Direkt Konzentrat von Eggersmann.

Wie wende ich EMH an:

Ich verwende das EMH Derma Liquid Spray nach dem Putzen und sprüh es auf dem gesamten Körper auf und massiere es ein wenig ein. Vor allem wie oben schon genannt am Mähnenkamm und an der Schweifrübe. Hin und wieder sprüh ich auch die Hufen/Strahl damit ein.

Nach dem Training usw bekommt sie von mir immer etwas zum fressen z. B. getreidefreies Müsli, MiFu, Mash und da gebe ich das EMH Direkt als Zusatzfutter dazu ca. 15-20 ml. Meine Stute frisst es problemlos.

Meine Erfahrungen damit sind wirklich sehr gut.

Eure Manu 💚

Und jetzt noch ein paar Fotos für euch 😘

Willow’s Schweif:

Willow’s Mähne vorher:

Willow’s Mähne jetzt:

Glänzendes und gesundes Fell:

Links:

EMH Direkt Konzentrat als Zusatzfutter von Eggersmann

EMH Derma Liquid Spray von Eggersmann

Mauke beim Pferd Blogbeitrag

Milben beim Pferd Blogbeitrag

Fellwechsel beim Pferd Blogbeitrag

    Der Fellwechsel beim Pferd

    Das Sommerfell:

    Beginn: 21./22. Dezember zur Wintersonnenwende.
    Sonnenstunden am Tag nehmen zu.

    Das Winterfell:

    Beginn: 20./21./22. Juni zur Sommersonnenwende.

    Sonnenstunden am Tag nehmen ab.

    Besonderheiten:

    Der Fellwechsel ist für die Pferde sehr anstrengend und verbraucht viel Energie. Häufig haben die Pferde dadurch auch einen Vitamin- und Mineralstoffmangel. Dies kann zu einem geschwächtem Immunssystem führen, daher sind die Pferde dann anfälliger für eine Erkältung, Strahlfäule, Milben und andere Erkrankungen.

    Ihr könnt euer Pferd im Fellwechsel etwas unterstützen.

    • Vitamine/Kräuter z.B. für den Stoffwechsel oder die Atemwege ect.
    • Mineralfutter, vor allem Zink
    • sehr gutes und ausreichend Heu, Stroh, Hafer (Fellwechsel verbraucht Energie)
    • Bewegung, Sonne, sehr viel frische Luft (Offenstallhaltung/Bewegungsstall/Aktivstall am Besten für Pferde)
    • Das Pferd sollte wenn möglich viel trinken
    • Fellpflege mit entsprechenden Bürsten

    Eure Manu 💚

    Milben beim Pferd

    Häufig liest man die Frage „Was tun wenn mein Pferd Milben hat?“.

    Die erste Lösung ist natürlich immer der Tierarzt oder ein THP. Der Tierarzt wird dir sagen was du tun sollst. Evtl. verabreicht er auch ein Medikament.

    Solltet ihr auf der Suche nach einem „Hausmittelchen“ sein, seid ihr hier Richtig :).

    Vorab kann man jedoch nie sagen, dass diese Methode bei jedem hilft. Manche haben damit einen guten Erfolg und andere eher weniger.

    Ursachen für Milben

    Eine häufige Ursache für Milben ist, wenn das Pferd leicht geschwächt ist. Zum Beispiel im Fellwechsel oder das Immunsystem ist etwas schwach. Da sind die Milben sehr schnell. Im tiefen Fell ist es schön warm und die Pferde werden diese von alleine nicht mehr los.

    Symptome

    • Das Pferd hat starken Juckreiz und kratzt sich ständig, knabbert am Bein
    • Das Pferd schuppt
    • Das Pferd stampft mit den Beinen auf den Boden

    Was könnt ihr gegen die Milben tun?

    Ihr könnt diese Methode vorbeugend anwenden oder wenn euer Pferd Milben hat.

    1. Ihr gebt für 10 – 14 Tage täglich 2 g oder eine Messerspitze Schwefelblüte ins Futter. Z. B. getreidefreies Müsli.
    2. Äußerliche Anwendung mit Schwefelblüte + Olivenöl gemischt oder
    3. Ein Mittel gegen Milben z. B. das von Peticare oder
    4. Kokosnussöl auftragen
    5. Pferd danach waschen oder gut ausbürsten vor allem die Behänge.

    Die Schwefelblüten würde ich persönlich nicht zum Mash geben.

    Ansonsten füttert ihr einfach ein getreidefreies Müsli und gebt dazu das Schwefelblütenpulver drüber. Die Pferde fressen das ohne Probleme mit. Die Pferde nehmen das Pulver auf und haben dann einen für die Milben unangenehmen Körpergeruch und kommen „raus“. Somit könnt ihr die Milben gut abwaschen oder ausbürsten. Ihr solltet aber am Besten noch etwas äußerlich anwenden. Wie oben schon geschrieben finde ich das von Peticare sehr gut und ist einfach anzuwenden. Diese Kombination wirkt bei meinem Pferd sehr gut.

    Ihr könnt diese Anwendung bei Bedarf nach ca. 5 Wochen wiederholen.

    Update: kann noch das Mittel von Sapodoris empfehlen.

    Sollte das nicht helfen: TA rufen da bekommt man ein Mittel mit dem man das Pferd waschen muss oder das Pferd bekommt ein Medikament gegen Milben gespritzt.

    Solltet ihr es testen: würde ich mich über ein Feedback von euch freuen. Viel Erfolg!

    Eure Manu 💚